Radreise Schottland

Radreise Schottland: Von Benderloch bis zum Loch Ness

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Die ersten Tage in Schottland waren unglaublich schön und die Fahrt durch die Highlands beeindruckend. Also ging es nach einer verregneten Nacht weiter in Richtung Loch Ness. Was wir auf unserem Weg gesehen haben und wie wir unseren Ruhetag in Fort William verbracht haben, erfährst du in diesem Teil.

Tag 6: Von Benderloch nach ca. 28 km

Nachdem es den vorherigen Tag geschüttet hat wie aus Eimern, war auch der Morgen grau und noch ein bisschen feucht. Also haben wir alles pitschnass zusammen gepackt und uns auf dem Radweg 78 in Richtung Norden auf den Weg gemacht. Trotz oder gerade wegen dem „schlechten“ Wetter hatten wir schöne Ausblicke.


Da unsere Kleidung nach der ersten Woche nicht mehr ganz frisch war, haben wir uns entschieden den nächsten Campingplatz mit Waschmaschine und Trockner an zu fahren. Nach 28 Kilometern haben wir ihn gefunden und hatten so auch noch genug Zeit zu waschen und zu trocknen gehabt.

Davor haben wir natürlich noch eine kleine Pause gemacht. Hier ein Bild von Martin bei einem Sitznickerchen im Regen.

Tag 7: Von nach Fort William ca. 40 km 

Von Fort William aus sind wir wieder dem Radweg 78 gefolgt. In Inchree haben wir mit der Fähre auf die westliche Seite vom Loch Linnhe übergesetzt. Bei der Überfahrt haben wir zwei Schotten getroffen, die ebenfalls mit dem Rad unterwegs waren. Der Straße (Radweg) auf der Westseite von Loch Linnhe ist wunderschön und kaum befahren.


Um wieder auf die Ostseite nach Fort William zu gelangen, musst du eine kleine Fähre nehmen. Unvorbereitet, wie wir wieder waren, haben wir die natürlich um 10 Minuten verpasst. Da sie nur 4 mal am Tag fährt, mussten wir vier Stunden auf die nächste Fähre warten. Falls du den Weg nutzt, erkundige dich vorher nach den Abfahrtzeiten und beachte, dass es am Sonntag keine Fährverbindung gibt. Als die kleine Fähre kam, war ich sehr überrascht und habe mich gefragt, wie sie unsere Fahrräder transportieren wollen. Hier die Auflösung:

Zu meiner Überraschung haben die Fahrräder keine Schäden oder Kratzer von der Überfahrt davon getragen.

In Fort William angekommen sind wir zu dem schönen Glen Nevis Campingplatz gefahren. Er liegt ein bisschen Außerhalb der Stadt, direkt am Fuß des Ben Nevis. Dadurch zieht er vor allem Wanderer an. Ich nehme es schon mal vorweg. Wir haben unseren Aufenthalt dort sehr genossen. Er hat einen super sortierten Shop, einen riesigen Waschsalon und man trifft dort eine Menge Outdoor begeisterter Menschen.

Tag 8: Ruhetag in Fort William ca. 8 km

An unserem ersten Morgen in Fort William hat es leicht geregnet. Also haben wir uns in unserem Zelt einfach noch einmal umgedreht und noch eine Stunde geschlafen. Das war genau die richtige Entscheidung, denn als wir aus dem Bett gekrabbelt sind, hat uns die Sonne empfangen. Die Gelegenheit haben wir gleich am Schopf gepackt und erst mal unsere Schlafsäcke ordentlich gelüftet.

Nach 7 Tagen auf dem Rad war es höchste Zeit für einen Ruhetag, um wieder Energie zu tanken. Aus diesem Grund ging es mit dem Rad in die Innenstadt von Fort William. Dort sind wir erst einmal bummeln gegangen und haben in einem schönen Café einen Milchkaffee getrunken, um den nächsten Schauer ab zu warten.

Von dort aus sind wir zum Bahnhof gegangen und haben uns am Zug in die Schlange gestellt, um eines der begehrten Tickets für den Jacobite zu bekommen. Obwohl die Homepage sagt, dass man unbedingt Tickets reservieren soll, haben wir noch zwei Plätze bekommen. Darüber haben wir uns gefreut wie zwei Kullerkekse.

Die Zugfahrt war wunderschön und die Landschaft beeindruckend.

Wenn du mehr Informationen zum Jacobite haben möchtest, dann schau doch einfach bei Stephan von myhighlands.de vorbei. Er hat einen super Artikel mit tollen Bildern verfasst, den ich nur wärmstens empfehlen kann.

Jacobite Steam Train – der Harry Potter-Zug

Der Jacobite endet in Mallig und hat zwei Stunden Aufenthalt, bevor es wieder zurück geht. Eigentlich ist der Aufenthalt gedacht, um Souvenirs zu kaufen und in einem der Lokale zu essen. Wir haben die Zeit genutzt und bei strahlendem Sonnenschein am Meer gegessen. Nach dem Aufenthalt ging es die 80km wieder zurück nach Fort William. Dort angekommen hat es wieder geregnet. Davon hat die Stimmung nach so einem tollen Ruhetag aber keinen Schaden genommen.

Tag 9: Von Fort William nach Fort Augustus ca. 60km

Von Fort William aus haben wir den Radweg 78 in Richtung Inverness genommen. Er führte uns am Caledonian Kanal entlang bis zum Loch Lochy. Der Caledonian Kanal verbindet die Westküste mit der Ostküste Schottlands und wurde 1822 fertig gestellt. Leider hat er nie eine wirtschaftliche Bedeutung erreicht, denn nach seiner Fertigstellung waren die Schiffe bereits zu groß für die Schleusen.

Am Loch Lochy haben wir uns für den Radweg an der Westseite entschieden. Zu beachten ist aber, dass dieser auf einem Wald bzw. Schotterweg verläuft und deutlich schlechter zu befahren ist, als der Weg an der Ostseite. Dafür ist er frei von Verkehr und wunderschön. Danach sind wir am Loch Olchy entlang gefahren und von dort aus dem Caledonian Kanal bis Fort Augustus gefolgt.

In Fort Augustus haben wir uns eine Portion Fish an Chips geteilt und ein Ale getrunken. Außerdem konnten wir das erste mal den Blick auf Loch Ness genießen. Leider hat sich Nessi vor uns versteckt. Du findest hier übrigens wieder einen Mini Supermarkt, in dem du deine Vorräte auffüllen kannst.

Der Campingplatz ist nur 5 Minuten vom „Zentrum“ entfernt. Dort haben wir einen Porsche Sportwagenfahrer mit Zelt gesehen. Ich muss heute noch drüber schmunzeln, wenn ich an diese lustige Kombination denke.

Zusammenfassung der 4 Tage

Ich kann dir die Route nur wärmstens empfehlen, denn obwohl du durch die Highlands fährst, musst du relativ wenige Steigungen überwinden. Von der Atmosphäre in Fort William bin ich begeistert und würde auf jeden Fall noch einmal dort hin fahren. Auch Loch Ness ist nicht umsonst ein Touristenmagnet. Du siehst als, ich bin total glücklich mit diesen Etappen.

Du hast den ersten Teil des Reiseberichts verpasst? Dann schau doch noch einmal vorbei Radreise Schottland: Von Glasgow entlang Loch Lomond bis Benderloch.

Mehr zur Anreise nach Schottland mit Fähre und Bahn.

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2 Kommentare

  1. Hallo Daniela, irgendwie bin ich über die Facebook-Fahrradseiten auf deinem Blog gelandet. Schöne Beschreibung einer tollen Tour, Schottland steht bei mir und uns auch noch auf dem Plan, wenn auch vielleicht nicht mit dem Rad. Radfahren ist trotzdem ein Thema, ich versuche dazu einen lokalen Blog zu etablieren, gar nicht weit von Darmstadt 😉 siehe blog.travelintom.de Herzlichen Gruß – Thomas

    • Hallo Tom,
      ich freue mich, dass du den Weg hierher gefunden hast. Schottland ist super schön und auf jeden Fall eine Reise wert. Ich war eben bei dir spicken. Langen ist wirklich nicht weit.
      Liebe Grüße

      Daniela

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