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Radreise Schottland: Anreise mit Fähre und Bahn – Erfahrung

Bahn und Rad von Darmstadt nach Amsterdam

Sowohl die Hin-, als auch die Rückfahrt habe ich mit Fahrrad, Mann, Bahn und Fähre absolviert. Mit dem Zug ging es bis Amsterdam und dann von Ijmuden mit der Fähre nach Newcastle. Zurück ging es auf dem selben Weg. In diesem Beitrag möchte ich nun meine Erfahrungen bei der Anreise mit dir teilen.

Mit Fahrrad und Bahn von Darmstadt nach Amsterdam und zurück

Für den Weg von Darmstadt nach Amsterdam haben wir uns für eine Verbindung mit dem Nachtzug entschieden. Ich fahre sehr gerne über Nacht mit dem Zug. Die Zeit vergeht wie im Flug und da ich eh überall schlafen kann, macht mir eine Nachtfahrt nichts aus. In diesem Fall muss ich aber ganz ehrlich sagen, dass ich es ziemlich unverschämt finde, was die Bahn einem so bietet.

Die kostenpflichtig reservierten Stellplätze für die Fahrräder waren besetzt. Dem Schaffner war es egal. Also haben wir die Fahrräder zwischen die anderen quetschen müssen. Mit dem Ergebnis, dass sie kurz vor Amsterdam auf dem Boden lagen, weil es keine Möglichkeit gab sie zu sichern bzw. zu befestigen.

Das Abteil war mit einer kaputten Heizung ausgestattet, die auf „Krieg“ lief und wohlige 30 Grad warme Luft ins Abteil geblasen hat. Hier haben wir nach einer Beschwerde beim Schaffner zwei neue Plätze bekommen.

Weiter ging das Abenteuer als meine Blase gedrückt hat. Bei einer Toilette ging die Spülung nicht, bei der nächsten war die Seife leer, bei der übernächsten ging das Wasser nicht. Geschickt kombiniert, war die Blase dann doch leer und die Hände gewaschen. Immerhin war der Zug pünktlich in Amsterdam.

Die Rückfahrt von Amsterdam nach Darmstadt verlief ähnlich. Hier haben wir uns für eine Zugverbindung mit dem IC am Nachmittag (gegen 15:00 Uhr) entschieden. Beim Einladen der Räder hat der Schaffner den Zug abgepfiffen, als ich noch eine Tasche vom Bahnsteig geholt habe. Zum Glück kann ich rennen und so bin ich nicht ohne Fahrrad, Tasche und Fahrkarte in Amsterdam hängen geblieben. Um den Schreck zu bekämpfen und die Nerven zu beruhigen bin ich also erst mal Kaffe holen gegangen.

Die Dame am Bistro konnte kein Englisch. Was ich auf einer internationalen Zugstrecke ziemlich daneben finde. Also habe ich dem netten Herren auf englisch erklärt, was Apfelsaftschorle ist. Mit meinen beiden Bechern in der Hand ging es in Richtung Sitzplatz. Bei einem kleinen Zwischenstopp am Mülleimer ist mir beim Anheben des Deckels der ganze Mülleimer von der Wand gefallen. Das hat mir dann gleich eine dicke Schramme am Bein eingebracht. Mit der Schramme am Bein, zwei Bechern Kaffe und schlechter Laune ging es wieder zurück an den Platz. Positiv möchte ich vermerken, dass auch diese Verbindung pünktlich war und wir diesmal unsere reservierten Fahrradstellplätze bekommen haben.

Zusammenfassend muss ich leider sagen, dass das Reisen mit Bahn und Rad immer wieder für Frust und Ärger sorgt. Der Deutschen Bahn wünsche ich nichts böses. Nur mehr Konkurrenz. Denn wenn sie erst einmal ordentliche Konkurrenz auf den Gleisen haben, müssen sie sich mit so Themen wie Kundenzufriedenheit beschäftigen.

Mit dem Fahrrad von Amsterdam nach Ijmuden

Vom Hauptbahnhof Amsterdam nach Ijmuden zum Fährhafen kannst du mit dem Fahrrad fahren. Die Strecke ist ca. 30km lang und wie alle Strecken in den Niederlanden perfekt beschildert. Eine Radkarte solltest du aber trotzdem mitnehmen.

Mit der Fähre von Ijmuden nach Newcastle und zurück

Die Fähre fährt am Fährhafen in Ijmuden ab. Check-in und Auffahrt auf die  Fähre waren völlig unkompliziert. Beim Check-in solltest du die Buchungsnummer und den Personalausweis griffbereit haben, denn du wirst zwei mal kontrolliert, bevor du auf die Fähre fahren kannst.

Auf der Hinfahrt bekamen wir für unsere Fahrräder einen „Stellplatz“ neben einem LKW Auflieger. Der Platz war sehr beengt, wodurch wir uns beide Regenjacken mit Fett vom Auflieger versaut haben. Das hätte in meinen Augen nicht sein müssen und ist mir auch auf noch keiner Fährverbindung passiert. Hier besteht Verbesserungsbedarf.

Die Kabine war klein und sauber. Leider hat sie fürchterlich gestunken. Allerdings habe ich das nicht mehr reklamiert. Ich war müde und nicht mehr in der Stimmung mich zu streiten. Aus diesem Grund kann ich dir nicht sagen, wie Kulant der DFDS auf eine Beschwerde reagiert.

Auf der Fähre findest du Restaurants, Bars, einen kleinen Shop und ein Kino. Für meinen Geschmack ist das aber alles recht teuer, sodass wir vorher einkaufen waren und uns unser Essen selbst mitgebracht haben.

Bei der Rückfahrt hatten wir den perfekten Stellplatz für die Räder und eine Kabine ohne schlechten Geruch. Ich denke also, dass es sich bei der Hinfahrt um eine Ausnahme handelt. Alles in allem bin ich mit der Überfahrt zufrieden.

Grundsätzlich ist es möglich mit dem Zug und der Fähre nach GB zu reisen. Ich persönlich würde es auch beim nächsten mal genau so machen. Allerdings solltest du bei dieser Anreise einen Zeitpuffer für unvorhergesehenes einplanen. Beim Ein- und Ausladen der Räder in die Bahn hilft es, wenn ein anderer Fahrgast in der Tür stehen bleibt. Dann kann der Zug nämlich nicht frühzeitig los fahren.

Wie gestaltest du am liebsten deine Anreise? Mit dem Auto, der Bahn oder doch mit dem Flugzeug?

Wenn du wissen möchtest, warum ich mich bei der Reiseplanung für diese Art der Anreise entschieden habe, kannst du das in meinem Beitrag: Radreise nach Schottland planen nachlesen.

Radreise nach Schottland planen: Klima, Budget, Anfahrt und Unterkunft

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Blogparade: Was tut dein Fahrrad in seiner Freizeit?

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Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Fahrrad eine Seele und ein Eigenleben hat. Nur das kann die Erklärung dafür sein, dass es viele Kilometer gebraucht hat, bis wir uns so richtig kennen gelernt haben. Mit jedem Kilometer wuchs mein Vertrauen und jetzt, nach mehreren tausend Kilometer sind wir ein eingespieltes Team und können uns aufeinander verlassen.

Nun habe ich mir aber die Frage gestellt, was mein Fahrrad so in seiner Freizeit treibt, um sich von den langen Touren und den täglichen Fahrten zu erholen. Weiterlesen →

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Warnung: Zombies und Pokémons bevölkern die Radwege!

zombies und Pokemons

Ich werde sehr regelmäßig gefragt, ob ich nicht Angst habe mit dem Fahrrad durch den Wald zu fahren. Besonders im Winter ist es sowohl morgens als auch abends komplett dunkel. Bis jetzt hatte ich nie Angst alleine durch den Wald zu radeln. Mein Fahrrad hat einen super Scheinwerfer, die Wildschweine scheinen die Wege zu meiden und so komme ich sicher wieder nach Hause.

Doch seit heute scheint eine neue Spezies den Wald zu bevölkern. Weiterlesen →

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Tipp: Radschuhe bei starken Verschmutzungen reinigen

Radschuhe reinigen und trocknen

Nach drei einhalb Wochen bei Regen in Schottland haben meine Schuhe einen sehr gruseligen Zustand erreicht. Ich erspare dir sämtliche Ausführungen zu Geruch und den verschiedenen Verschmutzungsarten. Die einzige Möglichkeit ist jetzt auf jeden Fall die Reinigung in der Waschmaschine.

Dafür habe ich zuerst die Sohlen heraus genommen und die per Hand gewaschen. Jeden Schuh habe ich in einen Baumwollbeutel gesteckt und dann in die Waschmaschine verbannt. Den Beutel habe ich verwendet, damit die SDP Aufnahmen nicht die Trommel beschädigen.

Außerdem habe ich ein Flüssigwaschmittel verwendet, dass mir verspricht 99,99% der Bakterien zu töteten. Die Waschmaschine habe ich auf 40 Grad, Feinwaschgang ohne Schleudern gestellt.

Nach der Fahrt in der Waschmaschine riechen die Schuhe richtig gut und sehen aus wie neu. Getrocknet werden die Schuhe auf der Fensterbank.

Wie reinigst du deine Schuhe bei starken Verschmutzungen und fiesen Gerüchen?

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Radreise Schottland: Vorfreude ist doch die schönste Freude

Vorfreude

Ich freue mich. Ich freue mich schon seit vielen Wochen. Mit jedem Tag freue ich mich ein bisschen mehr. Jeden den ich treffe, erzähle ich, wie sehr ich mich freue. Habe ich schon erwähnt, dass ich mich freue?

Ich freue mich auf die Fahrt mit dem Zug und die Überfahrt mit der Fähre. Weiterlesen →

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Tipp: Ein Essen für den „Notfall“ fährt immer mit

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Ich bin ausschließlich in Europa unterwegs und trotzdem habe ich immer eine Mahlzeit für den „Notfall“ dabei. Dabei bevorzuge ich ein gefriergetrocknetes Menü, dass mit heißem Wasser zubereitet wird.

Falls einmal kein Supermarkt in erreichbarer Nähe ist, ist das Ab31endessen gesichert. Das ist besonders bei körperlicher Anstrengung wichtig, denn die Energie wird von deinem Körper für das Radfahren aber auch für die Wärmeproduktion in der Nacht benötigt.

Wie handhabst du das auf Reisen? Hast du auch ein Essen in Reserve dabei?

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Wird die Autonation Deutschland zur Radnation?

München, Förderung

Die aktuelle Verkehrssituation in unseren Großstädten ist verfahren. Viele Menschen haben ihren Lebensmittelpunkt in den Städten. Das heißt, sie arbeiten und leben dort. Dadurch entstehen Ballungsräume. Damit verbunden ist ein deutlich erhöhtes Verkehrsaufkommen in den Innenstädten. Ein Verkehrsaufkommen, mit die Städte viele Jahre nicht gerechnet haben und wohl auch nicht rechnen konnten. Das führt dazu, dass allein in München ein Autofahrer im Schnitt 48 Stunden im Jahr im Stau steht. Allerdings ist nicht nur der Autoverkehr am stocken. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel erreichen in vielen Städten ihre Grenzen und befördern heute schon so viele Menschen, dass sie an Ihre Grenze kommen.

So wie München geht es vielen Innenstädten in Deutschland. Allerdings setzen sich noch lange nicht alle intensiv mit diesen Hürden auseinander. Die wenigsten Städte haben schon Lösungsideen und setzten diese um. Eine Ausnahme macht die Stadt München, die ja Radelhauptstadt Deutschlands werden will.

Um das Verkehrsproblem in der Innenstadt zu lösen, setzt die Stadt München auf Elektromobilität und investiert in den nächsten Jahren viel Geld in die Förderung von Elektromobilität. Förderbar sind aktuell Elektroautos, Elektroroller, Lastenräder und E-Bikes. Allerdings ist die Förderung momentan nur für Gewerbetreibende mit ihrem Sitz in München vorgesehen, die ihre Fahrzeuge für gewerbliche Zwecke nutzen.

Die genannten Fahrzeuge werden in 2016 und 2017 mit 25% der Kaufsumme gefördert. Nach oben ist die Förderung bei E-Lastenräder auf 1.000 €, bei allen anderen Fahrzeugen auf 500,00 € begrenzt. Ein Bonus in Höhe von 1.000,00 € wird gezahlt, wenn ein mit Kraftstoff betriebenes Auto durch ein Elektrofahrzeug ersetzt wird. Weitere 500,00 € werden gezahlt, wenn das Fahrzeug mit Ökostrom „getankt“ wird.

In meinen Augen ist das ein für viele Kleingewerbetreibende ein attraktives Angebot. So hat zum Beispiel ein Lieferservice die Möglichkeit seine Flotte durch E-Bikes zu ergänzen. Damit sind die Lieferanten oft schneller, als mit dem Auto unterwegs und auch die Parkplatzproblematik hat sich erübrigt. Ich denke auch für viele Freiberufler, die in der Innenstadt unterwegs sind, ist das E-Bike eine super Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und damit eine echte Alternative zum Auto.

Durch den vermehrten Einsatz von E-Bikes und E-Lastenrädern werden weniger Abgase in den Innenstädten produziert. Auf den Parkplatz für ein Auto passen mit Sicherheit fünf bis acht Räder, was die Parksituation mit Sicherheit entzerren wird.

Ein bisschen schade finde ich, dass die Förderung sich ausschließlich auf Gewerbetreibende beschränkt, denn ich denke gerade für Pendler wären einige dieser Elektrofahrzeuge eine echte Alternative zum Auto. Aber auch Familien, könnten von einer solchen Förderung profitieren. Ich persönlich hoffe, dass dieses Projekt in den nächsten Jahren auch auf Privathaushalte ausgeweitet und von vielen anderen Städten nachgeahmt wird.

Jetzt stell dir vor, dass dieses Projekt erfolgreich ist und von vielen Städten nachgeahmt wird.

Wie wird sich unsere Gesellschaft dann verändern? Sie verändert sich ja jetzt schon. Für viele junge Menschen hat das Auto keine Bedeutung mehr und zählt auch nicht mehr als Statussymbol.

Gelten E-Bikes und Fahrräder bald als ein selbstverständliches Transportmittel? Das würde ja bedeuten, dass viele Kollegen auf einmal mit dem Rad zur Arbeit fahren.

Gleichzeitig würde es bedeuten, dass die Radfahrer eine immer größere Bedeutung als Verkehrsteilnehmer bekommen. Dadurch würde sich die Infrastruktur zu unseren Gunsten verändern. Stell dir mal vor, es gäbe Fahrradwege, auf denen keine Autofahrer mehr parken. Radwege, auf denen die Schneeschieber nicht mehr ihren ganzen Schnee platzieren. Weniger Scherben und Schnellradwege für die viel befahrenen Strecken. Fahrradparkplätze vor vielen Firmen und natürlich auch Umkleiden, Spinde und Duschen für die Arbeitnehmer.

Ich bin gespannt, wie sich unsere Gesellschaft verändert. Wie stehst du dazu?

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Radreise Schottland: Die Routenplanung

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Nun sind es noch 4 Wochen bis es endlich los geht. Die Ausrüstung ist zusammen gestellt und bis auf ein zwei Kleinigkeiten vollständig. Die Tickets für die Bahn und die Fähre sind gebucht und der Babysitter für die Meerschweinchen freut sich schon auf seine beiden Gäste. Weiterlesen →

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Tipp: Mit dem Fahrrad zur Arbeit – Das Make Up

Mit dem Rad zur Arbeit das Make Up

Wenn du wie ich, jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst, kennst du das Problem von verschmiertem oder zerlaufenen Make Up zu genüge. Entweder ist es der Regen oder die Sonne oder einfach nur der Schweiß, der dein Make Up zum schmelzen bringt.

Ich habe mir das Schminken Zuhause schon lange abgewöhnt. Es macht einfach keinen Sinn. Deshalb habe ich immer meine Kosmetiktasche bei mir. Sobald ich auf der Arbeit ankomme wasche ich mein Gesicht und lege das Make Up auf.

Dabei ist das wichtigste ein zartes Puder zum Schluss. Damit fixierst du das Make Up, auch wenn du noch ein bisschen nachschwitzt und nimmst den Glanz vom Gesicht.

Fährst du geschminkt oder oben ohne?

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Tipp: Reisebudget bei langen Reisen einteilen

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Du hast weder Unterkunft noch Essen im Voraus gebucht und dementsprechend auch nicht bezahlt? Dann musst du dir dein Reisebudget besonders gut einteilen, damit es für die ganze Reise ausreicht und dir nicht zum Ende das Geld ausgeht.

Am besten du bestimmst ein Budget für deine Reise. Dann teilst du das Budget durch deine Reisetage und bekommst so dein Tagesbudget. Jeden Morgen packst du dieses Tagesbudget in deinen Geldbeutel und gibst nicht mehr aus. Wenn du an einem Tag nicht alles ausgibst, steck es zu dem Budget für den nächsten Tag. So kannst du, wenn du ein paar Tage gut haushaltest, mit dem gesparten Geld einen Ausflug machen oder Essen gehen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Am besten eignet sich dafür Bargeld. Zahlst du bargeldlos, solltest du deine Ausgaben auf einem Zettel notieren,um sie im Blick zu behalten.

Hält du dich an dein Tagesbudget, erwartet dich nach dem Urlaub keine böse Überraschung auf deinem Konto oder auf der Kreditkartenabrechnung.

Denk daran, immer einen Puffer für den „Notfall“ einzuplanen. Dieser wird nicht im Tagesbudget mit eingerechnet.

Wie behält du auf Reisen einen Überblick über dein Ausgaben? Ist es dir vielleicht auch egal?